Cloud-basierter Anlagenservice von Siemens für Flughafen London Heathrow

  • Optimierte Verfügbarkeit der Gepäckförderanlage durch neues Wartungskonzept
  • Einsatz von intelligenten Sensoren und moderner Cloud-Technologie
  • Sichere und pünktliche Zustellung von Gepäck zur Verbesserung des Passagierkomforts

Siemens setzt die jahrzehntelange Erfahrung in der Logistik und profundes Software-Know-how ein, um die Digitalisierung von entscheidenden Flughafenprozessen voranzutreiben. Am Flughafen London Heathrow hat Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics (SPPAL) den Auftrag erhalten, die Verfügbarkeit der Gepäckförderanlage weiter zu verbessern. Das Siemens-Team hat dazu ein neues Wartungskonzept erarbeitet und setzt dabei erstmals intelligente Sensoren und moderne Cloud-Technologie ein. SPPAL beugt so Anlagenstillständen vor und vermeidet kostspielige Betriebsunterbrechungen. Der Flughafenbetreiber profitiert von einer noch effizienteren und zuverlässigeren Gepäckförderanlage – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.

Im Jahr 2016 fertigte Heathrow rund 76 Millionen Passagiere ab. Die Mehrzahl von ihnen reiste mit Gepäck. „Neben der Prozessoptimierung für die Flughafenbetreiber haben wir deshalb auch immer die Verbesserung des Passagierkomforts im Fokus“, sagte Michael Reichle, CEO von Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics. „Dazu setzen wir in London Heathrow die cloud-basierte MindSphere-Plattform von Siemens ein und unterstützen den Flughafen bei der digitalen Transformation.“ MindSphere ist ein offenes Betriebssystem für das Internet of Things, mit dem Siemens unterschiedlichste Kunden, von der Industrie über Bahnbetreiber bis zu Flughäfen, bedient.

Grant Waring, Asset Manager - Heathrow Baggage Operations betonte: „Schon heute bewerten über 80 Prozent der Passagiere Heathrow sehr gut oder ausgezeichnet. Diese positive Einschätzung ist uns Bestätigung und Ansporn zugleich: Mit Siemens als einem unserer Innovationspartner wollen wir den hohen Standard pflegen und weiter ausbauen.“

Dazu stellt Heathrow den Service der Gepäckförderanlage sukzessive von der Wartung nach festgelegten Intervallen (time-based maintenance) auf eine zustandsorientierte Wartung (condition-based maintenance) um. Zur Unterstützung dieses innovativen Ansatzes haben die Siemens-Techniker gemeinsam mit Heathrow an wichtigen Komponenten Sensoren zur Überwachung der Gepäckförderanlage installiert. Die Sensoren messen in regelmäßigen Abständen wichtige Parameter wie die Akustik. Die Daten werden dann an die cloud-basierte MindSphere-Plattform von Siemens übertragen.

Über MindSphere werden die Messdaten mit den erwarteten Solldaten verglichen. Abweichungen können ein Frühindikator für ein potenzielles Problem sein. Die Auswertung visualisiert Siemens mit einer eigenen Dashboard-Lösung, die bereits erfolgreich an großen internationalen Flughäfen wie Los Angeles oder Dubai im Einsatz ist. Das Dashboard läuft auf allen Geräten mit Internetzugang vom Laptop über Tablet-PCs bis zum Smartphone. Mit anschaulichen Grafiken erkennt das Service-Team vor Ort eventuelle Auffälligkeiten auf einen Blick. Das Personal kann notwendige Wartungsmaßnahmen rechtzeitig einplanen, und die Anlage bleibt dauerhaft voll funktionsfähig.

SPPAL ist als Technologie- und Service-Partner für Flughäfen und Fluglinien rund um den Globus etabliert. Die Erfolgsbilanz umfasst unter anderem langjährige Betriebs- und Wartungsverträge mit fast 40 Großflughäfen. Im Bereich Digitalisierung profitieren die Kunden von der neuen IT-Plattform LogX4, die alle Softwareprodukte von SPPAL zusammenführt. LogX4 ist darauf ausgerichtet, Transparenz zu schaffen und Komplexität zu reduzieren. So werden Effizienzpotenziale entlang der gesamten Logistikkette identifiziert und gehoben.

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Ansprechpartner:

Monica Soffritti

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