Isle of Man Post wird effizienter mit neuer Briefsortiertechnik von Siemens

Die Isle of Man Post hat ihre Postautomatisierung modernisiert. Ab sofort wird für die Briefsortierung in der Postzentrale der Insel-Hauptstadt Douglas eine Siemens-Maschine vom Typ Compact Reader Sorter (CRS) eingesetzt, die neben Standardbriefen auch Großbriefe bis zum Format C4 sortieren kann. Die neue Maschine verarbeitet bis zu 800 Poststücke pro Minute und ist damit 25 Prozent schneller als die bisherige Technik des Kunden. Die Vorteile für die Post sind eine höhere Produktivität, geringere Zustellkosten und weniger Energieaufwand. Aktuell befindet sich die Anlage in der Gewährleistungsphase. Den entsprechenden Auftrag erhielt Siemens Mobility and Logistics Ende 2011.

„Wir freuen uns über das Vertrauen, das die Isle of Man Post in uns setzt und setzen damit unsere langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Mit der modernisierten Anlage kann die Isle of Man Post seine Produktivität weiter steigern“, sagte Jörg Ernst, CEO der Siemens-Geschäftseinheit Logistics und Airport Solutions.

Jeder Brief, auch handgeschriebene, wird automatisch von beiden Seiten gescannt und das elektronische Abbild der Sendung an ein Lesesystem weitergeleitet. Hier sorgen komplexe Algorithmen dafür, dass die Anschriften mit einer Leserate von bis zu 95 Prozent automatisch identifiziert werden. Außerdem können unterschiedliche Sendungstypen verarbeitet werden, wie beispielsweise Postkarten, Briefe und Großbriefe bis zum C4-Fomat. Im Vergleich zu der bisher eingesetzten Postautomatisierungsanlage, liest die OCR-Technologie von Siemens nicht nur 20 Prozent mehr Postsendungen, sondern ist auch bis zu 25 Prozent schneller in der Bearbeitung.

„Die neue Siemens-Anlage verbessert den Prozess der Postsortierung erheblich und hilft uns dabei, unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt zu halten. Unser Ziel ist, das Postvolumen durch zusätzliche Aufträge aus internationalen Märkten zu steigern“, sagte Malcolm MacPherson, Managing Director of Mails, Isle of Man Post Office.

Automatische Anbindung an ePostbox

Darüber hinaus ist die Siemens-Anlage mit einer direkten Verbindung zum elektronischen Briefkasten ausgerüstet, der so genannten ePostbox. Dank des Reverse-Hybrid-Mail-Verfahrens können die eingescannten Papierbriefe dem Empfänger in digitaler Form übermittelt werden. Briefe für das ePostbox-System werden von der Maschine anhand einer speziellen Adresse erkannt und erhalten statt des ID-Codes für die normale Weiterverarbeitung im Delivery Barcode Sorter (DBCS) einen 2D-Code für die Weiterverarbeitung im ePostbox-System. Während des Sortierens werden die Scans der Briefvorder- und Rückseite automatisch an das ePostbox-System übertragen. Diese Zustellform basiert auf der Automatisierungslösung Trust-Ebox, die Siemens zusammen mit der Schweizer Post entwickelt hat.

Postkunden, die sich für diesen Service bei der Isle of Man Post angemeldet haben, erhalten ihre ungeöffnete Briefpost als elektronische Post per Email. Als Empfänger kann der Postkunde dann entscheiden, ob er einen Brief gleich durch die Post vernichten lässt, den Brief auf klassischem Weg zugestellt haben möchte oder den Briefinhalt gescannt elektronisch erhält. Durch die bedarfsgerechte Vorsortierung der Empfänger müssen nicht mehr alle Briefsendungen auf dem bisherigen Postweg zugestellt bzw. nachgesendet werden. So können die Zustellkosten insbesondere in ländlichen Gebieten erheblich reduziert werden.

An fünf Tagen in der Woche nehmen die Mitarbeiter der Isle of Man Post jeden Tag bis zu 120.000 Poststücke an, sortieren diese und liefern sie an die rund 75.000 Bewohner der 572 km² großen Insel und ins Ausland aus. „Mit einer Verarbeitung von 800 Poststücken pro Minute ist die neue Anlage nicht nur unglaublich schnell, sondern auch viel effizienter“, so MacPherson. Zur Feinsortierung nutzt die Isle of Man Post bereits den Delivery Barcode Sorter (DBCS) von Siemens.

Siemens ist Weltmarktführer im Bereich Postsortierung. In mehr als 50 Ländern sind etwa 23 000 Siemens-Anlagen installiert. Weltweit sortiert Siemens etwa 35 Prozent aller Sendungen. In den USA und in Deutschland liegt der Anteil der Sendungen, die durch Siemens-Anlagen wandern, bei über 90 Prozent.

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Monica Soffritti

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