Siemens erweitert Gepäckfördersystem am Terminal 2 des Münchner Flughafens

  • Passagierzuwachs am zweitgrößten deutschen Airport erfordert Erweiterung des Gepäckfördersystems
  • Leistung der Anlage wird um insgesamt 30 Prozent gesteigert
  • Kürzest mögliche Umsteigedauer (Minimum Connecting Time) von 30 Minuten von einem Flug zum anderen bleibt bestehen
  • Um- und Ausbau-Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb

Siemens hat von der Terminal 2 Gesellschaft einen Auftrag zur Erweiterung des bestehenden Gepäckfördersystems am Terminal 2 im Münchner Flughafen erhalten. Die Sortierleistung der Gepäckförderanlage sowie die Lagerkapazität des Frühgepäckspeichers sollen nach der Fertigstellung Ende 2015 um insgesamt rund 30 Prozent gesteigert sein. Der Grund für diesen Kapazitätsausbau ist das wachsende Passagieraufkommen am Flughafen München. Als gemeinsames Tochterunternehmen der Flughafen München GmbH und der Deutschen Lufthansa AG steuert die Terminal 2 Gesellschaft den Betrieb des Terminals 2 am Flughafen München. Die Aus- und Umbauten werden im laufenden Betrieb vollzogen. Der Auftrag umfasst das Layout, Engineering, Montage, Inbetriebnahme und die Integration des Systems.

In der ersten Hälfte des Jahres 2011 hat die Flughafen München GmbH knapp 18 Millionen Passagiere registriert – über 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Daher beauftragte die Terminal 2 Gesellschaft Siemens im gleichen Jahr mit der Erweiterung des Gepäckfördersystems. Bereits ein Jahr später folgte der Auftrag für die zweite Ausbaustufe. Dies war notwendig, da durch den Bau des neuen Satellitengebäudes am Terminal 2 die Anzahl der Passagiere nochmals steigen wird. Nach der Fertigstellung des neuen Satellitengebäudes am Terminal 2, können pro Jahr bis zu 11 Millionen mehr Passagiere abgefertigt werden.

„Unser Gepäckfördersystem erzielt dank innovativer Siemens-Technologie höchste Werte in puncto Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Um auch in Zukunft eine schnelle Passagierabfertigung gewährleisten zu können, haben wir uns für einen dreistufigen Ausbau des Systems zusammen mit Siemens entschieden“, sagte Christian Wallner, Mitglied der Geschäftsleitung der Terminal 2 Gesellschaft.

„Mit dem Abschluss der dritten Ausbauphase wird sich die Kapazität des Gepäckfördersystems um ein Drittel erhöhen. So kann unser Kunde bei der Abfertigung trotz steigendem Verkehrsaufkommen und höherer Sicherheitsanforderungen die gleiche Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit wie bisher gewährleisten“, sagte Jörg Ernst, CEO der Siemens Business Unit Logistics and Airport Solutions. Insgesamt benötigt die Anlage weniger als 25 Minuten, um ein Gepäckstück von einem geparkten Flugzeug zum anderen Flugzeug zu befördern. Damit zählt das Terminal 2 zu den besten internationalen Umsteigeflughäfen in Europa.

Ursprünglich war die Förderstrecke bei der Inbetriebnahme im Jahr 2003 über 40 Kilometer lang. Seitdem wurden stündlich zirka 14.000 Gepäckstücke mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde transportiert, durchleuchtet und sortiert. Die Lieferung von Siemens für die drei Phasen umfasst den Ausbau des bestehenden Gepäckfördersystems bis 2015 um fast 15 Kilometer. Dazu gehören auch die Installation von zwei Gepäckrückgabe-Karussells im Ankunftsbereich, zwei Entnahme-Karussells in der Sortierung sowie eine weitere Gutfördertechnik. Hinzu kommen 2.400 neue Sorter-Elemente im Abflugbereich und 1.000 neue Stellplätze für den Frühgepäckspeicher, in dem Gepäckstücke bis zum Abflug zwischengelagert werden. Rund 50 zusätzliche Steuerungselemente und 5.100 elektrische Antriebe für die Gepäckbänder gehören ebenfalls zum Lieferumfang.

Siemens hat die 2003 in Betrieb genommene Gepäckförderanlage am Münchner Terminal 2 als Konsortialführer konzipiert und errichtet. Seit 2010 ist Siemens auch für die Instandhaltung der Mechanik, Elektrik und Steuerung des Systems verantwortlich.

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Monica Soffritti

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