Siemens nimmt erweiterte Gepäckförderanlage am Flughafen München erfolgreich in Betrieb

  • Gepäckförderanlage: Herzstück von Terminal 2 und neuem Satellitengebäude
  • 45 Kilometer lange Anlage sortiert bis zu 17.800 Gepäckstücke pro Stunde
  • Siemens ist seit 2003 Partner für den gesamten Lebenszyklus der Anlage

Die erweiterte Gepäckförderanlage der Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics GmbH (SPPAL) hat am Münchner Flughafen erfolgreich die dreimonatige Testphase durchlaufen. Die Anlage ist das Herzstück von Terminal 2 (T2) und dem neuen Satellitengebäude, das im Frühjahr 2016 eröffnet werden soll.

Der neue Satellit ist eine bauliche Erweiterung der bestehenden Gepäcksortierhalle auf dem Vorfeld östlich von T2. Das Terminal und sein Satellit werden von einem Joint Venture der Flughafen München GmbH und der Deutschen Lufthansa AG betrieben. Durch den Satelliten gewinnt der Münchner Flughafen, der 2014 von knapp 40 Millionen Passagieren genutzt wurde und damit Platz 7 in Europa belegt, eine zusätzliche Kapazität von elf Millionen Fluggästen pro Jahr. Um dem Passagierwachstum Rechnung zu tragen, modernisierte und erweiterte Siemens die Gepäckförderanlage um fast sieben Kilometer auf eine neue Gesamtlänge von 45 Kilometern. Dadurch steigt die Sortierleistung um ein Drittel auf bis zu 17.800 Gepäckstücke pro Stunde. Gleichzeitig liegt der Prozentsatz der vorübergehend vermissten Gepäckstücke, der so genannte Left Behind Index (LBI), in München bei maximal 0,02 Prozent. Das bedeutet für die Passagiere eine deutlich höhere Sicherheit und Zuverlässigkeit als an vergleichbaren Flughäfen.

„Mit dem Satelliten bieten wir den Fluggästen eine optimale Infrastruktur mit einzigartigem Ambiente“, sagte Marco Butz, Leiter Prozesse und Zentrale Infrastruktur von der Betreibergesellschaft. „Das Gepäckfördersystem mit innovativer Siemens-Technologie trägt entscheidend zum Passagierkomfort bei. So können wir die kürzest mögliche Umsteigedauer (Minimum Connecting Time) von 40 Minuten von einem Flug zum anderen aufrechterhalten – damit gehört München zur Weltspitze der internationalen Flughäfen.“

Mit dem Projekt stellte Siemens seine Kompetenz bei sogenannten BrownfieldAufträgen – also bei der Modernisierung und Erweiterung bestehender Anlagen – unter Beweis. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war neben der engen Zusammenarbeit mit dem Kunden die Einbeziehung aller Interessengruppen wie Fluglinien, Sicherheitsbehörden, Bodenabfertigungsfirmen und Bauunternehmen. Während der gesamten Erweiterung stellte Siemens sicher, dass die Passagiere von den Umbaumaßnahmen nichts bemerkten und der reguläre Flughafenbetrieb reibungslos weiterlief.

Seit 2003 ist Siemens in München der zuverlässige Service-Partner für den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Das eingespielte und hochqualifizierte Siemens-Team war auch während der Inbetriebnahme vor Ort und sorgt in Zukunft weiterhin rund um die Uhr für Betrieb und Wartung. In München wird insbesondere die vorbeugende Instandhaltung großgeschrieben, um Anlagenstillstände und damit Betriebsunterbrechungen zu vermeiden. Die hohe Servicequalität war ein entscheidender Erfolgsfaktor dafür, dass im Jahr 2014 allein in T2 rund 14 Millionen Gepäckstücke zuverlässig abgefertigt werden konnten.

Der außergewöhnliche Service, das ansprechende, moderne Ambiente und der große Passagierkomfort am Flughafen München sind bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Im Frühjahr 2015 ist München zum ersten 5-Sterne-Flughafen Europas gekürt worden. Die Auszeichnung des Londoner Luftfahrtforschungsinstituts Skytrax gilt als der „Oscar der Luftfahrt“. Außerdem gehört München seit Jahren zu den Top 10 der ebenfalls von Skytrax ausgezeichneten besten Flughäfen der Welt.

Weitere Daten und Fakten über das Projekt:

  • Die neue Siemens-Gepäckförderanlage verfügt über einen zusätzlichen Frühgepäckspeicher mit über 1.000 Plätzen, zwei weitere Gepäck-Karussells im Ankunftsbereich sowie vier zusätzliche Karussells in der Sortierung.
  • Über 3.000 Förderer wurden demontiert und mehr als 6.000 neu eingebaut.
  • Die Anlage ist mehrfach redundant ausgelegt, um die höchstmögliche Flexibilität und Verfügbarkeit zu sichern.
  • Bei der Verschiebung eines Flugs können die Gepäckströme durch intelligente Automatisierungs- und Steuerungskonzepte kurzfristig umgeleitet und zum richtigen Ziel befördert werden.
  • Mit Simulation und Emulation visualisierte Siemens die Anlage vorab und testete die erweiterte Software.
  • Die Inbetriebnahme erfolgte bei maximaler Verfügbarkeit und Einhaltung höchster Qualitätsstandards buchstäblich über Nacht.
Datum

Ansprechpartner:

Monica Soffritti

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